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Von Bibern, Garnblüten und KI: vhs stellt neues Programm vor

16.01.2026

Als Vertreter dabei waren Bildungsdezernent Marc Adomat, vhs-Leiter Dr. Günter Hinken und die neue Leiterin des Programmbereichs Gesundheit und Nachhaltigkeit, Godje Berning, die gleich zu Beginn noch einmal herzlich begrüßt und offiziell vorgestellt wurde. 

Die studierte Pädagogin bringt umfängliche Erfahrung und Begeisterung aus ihrer Tätigkeit für andere Bildungsträger mit. Frau Berning hat seit ihrem Stellenantritt im Herbst 2025 ein ambitioniertes Programm auf die Beine gestellt: im Kurs „Lokale Klimamacher*innen“ werden praktische Handlungsansätze zum Klimaschutz vermittelt. Naturkundliche Exkursionen führen zu den Orchideen der Eifel sowie den Bibern an der Wupper und im „Tea-Workshop“ wird das Superfood Matcha vorgestellt und probiert. In Kooperation mit dem Medizinischen Dienst der Stadt und der Suchthilfe GmbH steht in den Leverkusener Gesundheitsgesprächen das Thema „Essstörung“ im Vordergrund. Ganz im Trend liegen zwei Energy-Workshops rund um den K-Pop, die insbesondere bei jungen Menschen auf Nachfrage stoßen dürften.

 

Programmbereich „Politik und Gesellschaft“

Im Programmbereich „Politik und Gesellschaft“ organisiert die vhs zusammen mit dem Opladener Geschichtsverein am 21. April eine Veranstaltung im Format BürgerDialog, die die Entwicklung der Stadt seit 1945 beleuchtet. Das Fokusthema Klimaschutz wird in Kooperation mit lokalen Klimamacher*innen am 15. April unter der Frage „Echter Fortschritt oder heiße Luft?“ in den Mittelpunkt gestellt. Am 7. Mai gewährt die bekannte Leverkusener Schriftstellerin Dr. Maren Gottschalk einen Blick hinter die Kulissen des beliebten WDR-Programms „Zeitzeichen“, für das sie seit vielen Jahren besondere historische Ereignisse produziert. Am 21. Mai fragt die 7. Leverkusener Konferenz in Zusammenarbeit mit dem DGB Leverkusen sowie Arbeit & Leben „Kontrolliert die KI unser Leben?“ und thematisiert die fortschreitende Durchdringung von Beruf, Schule und Gesellschaft durch Künstliche Intelligenz.

 

Programmbereich "Kultur und Gestalten"

Im Bereich Kultur und Gestalten sorgt das Programm selbst für den Frühling, sollte dieser auf sich warten lassen: Die Ausstellung „Blütenreich“ wird am 26.03.2026 um 17:00 Uhr in der Galerie des Forums feierlich eröffnet und präsentiert in nie dagewesener Zahl und Variation Blüten aus vhs-Klöppelkurse der letzten drei Jahre. Bereits am Folgetag liest Anke Ricklefs aus den Leben und Werken der zwei weltberühmten Autorinnen Mascha Kaléko und Astrid Lindgren. Eine Direktverbindung nach Paris bietet am 15.04.2026 der Vortrag der ehemaligen Leiterin der Kölner Dombauhütte, Prof. Dr. Schock-Werner. Sie berichtet über den verheerenden Brand der Kathedrale Notre-Dame 2019 und den schnellen Wiederaufbau des Kulturdenkmals. Darüber hinaus bietet der Bereich einen bunten Strauß aus Online-Schreibwerkstatt, Siebdruck, Bildhauerei, Fotografie, Upcycling in der Handarbeit und kreativen Kuriositäten wie der wiederentdeckten Biedermeier-Kunst des Perlentäschchen-Strickens. 

Programmbereich "Fremdsprachen"

Der Bereich Fremdsprachen läutet das Semester bereits am 23. Februar ein. Von diesem Tag an findet die „Woche der Sprachen“ an der vhs statt, in der die ersten vier Tage einer der großen Sprachen sowie der Freitag den kleineren Sprachangeboten gewidmet ist. Ab jeweils 17:00 Uhr werden am 23.02. für Englisch, am 24.02. für Spanisch, am 25.02. für Italienisch und am 26.02. für Französisch schriftliche Einstufungstests und individuelle Beratungsgespräche mit Kursleiter*innen angeboten. In der Folgewoche können in Probestunden Interessierte verschiedene Sprachkursformate kostenfrei und unverbindlich kennenlernen. Darüber hinaus bietet der Bereich Anfänger*innenkurse in allen großen Sprachen sowie in Niederländisch, Japanisch, Portugiesisch und Neugriechisch. Auf Englisch geht es in neuen Kursen um Literatur, die US-Politik und interkulturelles Bewusstsein. Auf Französisch kann man ab Mai spazieren gehen und die Geschichte des Chansons nacherleben. Für Spanisch gibt es je einen dynamischen und einen gemächlichen Anfänger*innenkurs und auf die JLPT N5 Prüfung im Sommer bereitet ein Intensivkurs im Juni vor.  

Programmbereich "Deutsch und Kommunikation"

Im Bereich Deutsch und Kommunikation gibt es zahlreiche allgemeine Integrationskurse, einen Alphabetisierungskurs und Zweitschriftlernerkurse, die sich an Menschen richten, die noch nicht oder nicht genügend lateinisch alphabetisiert sind. Erneut bietet die vhs auch einen Integrationskurs für gering Literarisierte an. Ein Einstieg ist nach einer teilnehmerorientierten Sprachberatung in einem höheren Kursabschnitt oder in neuen Anfängerkursen möglich. Es  finden auch wieder frei ausgeschriebene Deutschkurse am Vormittag und am Abend in den Niveaustufen A1 bis C1 statt. Wie gewohnt stehen auch die Einbürgerungstests im Programm. 

Programmbereich "Berufliche Bildung"

Der Programmbereich Berufliche Bildung bietet ein Seminar zum Einstieg in Wirtschafts- und Finanzwissen als Bildungsurlaub für ein ökonomisches und alltagstaugliches Grundlagenverständnis. Für Mitarbeitende in pädagogischen Berufen sind vier Kursangebote um die Themen Teambuilding, Kommunikation, Intervention und Resilienz geplant. Für Schüler*innen der Klasse 10 gibt es in Vorbereitung auf die Zentrale Abschlussprüfung (ZAP) Mathematik einen Crash- oder Nachmittagskurs.

Zahlreiche Neuangebote bietet auch der Bereich Computer, IT und digitale Bildung. Anfänger*innen können in einem praxisnahen Kurs die Grundlagen der Programmiersprache C++ lernen. Eine Alternative zu den immer kritischer betrachteten gängigen Social Media Plattformen bietet „Fediverse“, ein unabhängiges Plattformnetzwerk, in das ein weiterer Kurs einführt. Schließlich stehen auch in diesem Semester Herausforderung und praktischer Nutzen von Künstlicher Intelligenz und Prompting im Mittelpunkt dieses Programmangebots. 

Der Bereich Grundbildung und Schulabschlüsse setzt die Tradition der beliebten Gebärdensprachkurse fort, bietet zwei neue Alphabetisierungskurse und in Kooperation mit der Lebenshilfe ebenfalls zwei neue Kurse für Menschen mit kognitiver Einschränkung an. In den Schulabschlüssen sind sechs Lehrgänge mit Beginn nach den Sommerferien zum 02.09.2026 eingerichtet, jeweils zwei für den ESA (9), den EESA (10A) und den MSA (FOR).

Die Leverkusener Bürgerinnen und Bürger können sich auf ein spannendes Halbjahr freuen!

Personalausweise: Fehler bei Gebühren

16.01.2026

Hintergrund ist ein Beschluss des Bundesrates über eine Anpassung der Gebühren für die Ausstellung von Personalausweisen zum 1. Januar 2026. Aktuell liegt hierfür jedoch noch kein rechtskräftiger Erlass bzw. keine verbindliche Rechtsgrundlage vor. Aufgrund einer fehlerhaften Information wurde im Bürgerbüro dennoch die Gebühr für die Ausstellung von Personalausweisen im System vorzeitig von 37,00 € auf 46,00 € und von 22,80 € auf 27,60 € (bei unter 24-jährigen Personen) zum 01.01.2026 umgestellt.

Der Fehler wurde am Mittwoch, 14. Januar, entdeckt. Nach Bekanntwerden des Sachverhalts wurde die Gebührenerhebung sofort auf die rechtlich zulässige Gebühr zurückgesetzt und die korrekte technische Umsetzung geprüft. Eine vollständige Auswertung der betroffenen Fälle wurde eingeleitet und liegt vor. Demnach wurden im Zeitraum ab dem 01.01.2026 bis zur Feststellung des Sachverhalts (14.01.2026) insgesamt 307 Personalausweise unter Anwendung der erhöhten, jedoch nicht rechtswirksamen Gebühr ausgestellt. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger haben somit eine zu hohe Gebühr in Höhe von 9 € pro Ausweis bzw. 4,80 € (für unter 24-jährige Personen) entrichtet.

Die betroffenen Personen werden schnellstmöglich schriftlich informiert, um die zu viel erhobenen Gebühren unbürokratisch erstatten zu können. Zudem wird der Vorgang aufbereitet und notwendige verwaltungsinterne Konsequenzen werden geprüft. 

Das Bürgerbüro bedauert den Vorfall ausdrücklich. Durch die eingeleiteten Maßnahmen ist jedoch sichergestellt, dass den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern kein finanzieller Nachteil verbleibt.

Leverkusens Partnerstadt Oulu startet ins Kulturhauptstadtjahr 2026

15.01.2026

Den festlichen Auftakt ins Kulturhauptstadtjahr bildet das Eröffnungsfestival an diesem Wochenende vom 16. bis 18. Januar, das mit zahlreichen Kunst- und Kulturerlebnissen die gesamte Innenstadt von Oulu beleben wird. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein vielfältiges Programm freuen, das die besondere Atmosphäre der Kulturhauptstadt erlebbar macht.

Unter dem Titel Oulu2026 widmet sich das umfangreiche Programm im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres dem Leitmotiv des „kulturellen Klimawandels“. Ziel ist es, das Kulturleben nachhaltig zu bereichern, Menschen miteinander zu verbinden und Denkweisen, das Verständnis und das Zuhören zueinander zu erweitern.

Das Programm präsentiert die beeindruckende Vielfalt europäischer Kultur und rückt zugleich den Innovationsgeist sowie die ausgeprägte Kooperationskultur der Region in den Fokus. Kunst, Musik, Fotografie, kulinarische Erlebnisse und partizipative Projekte schaffen Begegnungsräume über nationale und kulturelle Grenzen hinweg.

Die Stadt Leverkusen gratuliert ihrer finnischen Partnerstadt herzlich zu dieser Auszeichnung und freut sich darauf, die kulturellen Impulse von Oulu2026 im Sinne der gelebten Städtepartnerschaft aktiv zu begleiten.

„Wir freuen uns ganz besonders für unsere finnische Partnerstadt, in diesem Jahr europäische Kulturhauptstadt sein zu dürfen. Damit wird dem kulturellen Leben in Oulu und seiner Vielfalt Rechnung getragen. Das Kulturhauptstadtjahr ist auch für uns ein besonderer Höhepunkt der langjährigen Freundschaft mit Oulu“, so Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel.

Oulu - erste Partnerstadt Leverkusens

Seit 1968 verbindet Leverkusen eine Städtepartnerschaft mit der finnischen Stadt Oulu. Was einst vor dem Hintergrund weltpolitischer Entwicklungen begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einer engen, lebendigen und von gegenseitigem Vertrauen geprägten Verbindung entwickelt. Diese Partnerschaft wird bis heute mit großem Engagement und Freude auch von der Leverkusener Bürgerschaft getragen.

Bernhard Marewski, langjähriger Vorsitzender der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Leverkusen, betont: „Der „kulturelle Klimawandel“, den Oulu ausruft, ist ein starkes Signal aus dem Norden Europas und es ist ein inspirierendes Signal für ganz Europa. Hier wird gezeigt, wie Kultur Wandel gestalten kann – verbindend, inspirierend und zukunftsgerichtet. Genau diese Haltung prägt auch unsere Städtepartnerschaft seit 1968.“

Austausch beider Städte auch im Kulturhauptstadtjahr

Die Städtepartnerschaft mit Leverkusen wird im Kulturhauptstadtjahr aktiv gelebt. So wird eine gemeinsame Delegation des achtfachen finnischen Eishockeymeisters Oulun Kärpät und von Wirtschaftsvertretern aus insgesamt rund 60 Personen Leverkusen besuchen. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Hebbel und weiteren Vertretern aus Verwaltung und Stadtkonzern wird die Delegation am Samstag, den 24.01.2026 das Heimspiel von Bayer 04 Leverkusen gegen den SV Werder Bremen in der BayArena sehen und in den Austausch kommen. Die finnische Delegation plant außerdem eine Stadiontour.  

Im Mai 2026 reist die Musikschule Leverkusen mit mehr als 40 Orchestermitgliedern nach Oulu, um dort gemeinsam mit der Musikschule beziehungsweise dem Konservatorium eine intensive Probenphase zu absolvieren. Im Juni 2026 folgt der Gegenbesuch in Leverkusen, bei dem die gemeinsamen musikalischen Ergebnisse im Großen Saal des Forums präsentiert und die persönlichen Kontakte weiter vertieft werden.

Auch der Opladener Geschichtsverein würdigt Oulu als Kulturhauptstadt Europas 2026 mit einer Studienreise in die nordfinnische Partnerstadt. Vom 31. August bis zum 6. September 2026 erkunden die Teilnehmer neben Oulu auch Helsinki, Rovaniemi und weitere Ziele in Nordfinnland. Am finalen Wochenende der Reise, vom 3. bis 6. September, findet im Rahmen des Projekts 'StadtRäume' ein Workshop mit den europäischen Partnerstädten statt, der hybrid oder in Präsenz durchgeführt wird. Ebenfalls Teil der Studienreise ist der Besuch der traditionellen Oulu-Tage „Oulun Päivät“

 

Tier aus Papier: Origami-Workshop in der Stadtbibliothek

13.01.2026

Der Workshop richtet sich an alle Interessierten ab 8 Jahren und vermittelt grundlegende Falttechniken, die leicht nachzumachen sind. Die entstandenen Lesezeichen eignen sich perfekt als bunter Hingucker für ein Buch oder als kleines Geschenk. 

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist unter info@stadtbibliothek-leverkusen.de, telefonisch unter 0214 406 4220 oder vor Ort erforderlich.

Stadtbibliothek Leverkusen

Hauptstelle (Rathaus-Galerie)

Friedrich-Ebert-Platz 3d

51373 Leverkusen-Wiesdorf

Hitzeaktionsplan für Leverkusen veröffentlicht

13.01.2026

Hitze stellt in einer Großstadt wie Leverkusen zunehmend ein Problem für die Gesundheit und Lebensqualität dar. Spätestens seit es amtlich ist, dass die globale Durchschnittstemperatur im Sommer 2024 die höchste seit Beginn der Aufzeichnung war, sind die Negativfolgen des Klimawandels nicht mehr wegzudiskutieren. 

Das Leverkusener Gesundheitsamt hat in den vergangenen Monaten mit Unterstützung der Fachexpertise anderer städtischer Fachbereiche erstmals einen Hitzeaktionsplan erarbeitet. Basierend auf Daten und prognostizierten Entwicklungen verfügt die Stadt nun über ein Instrument, das sehr klar die Auswirkungen von Hitze auf die Bevölkerung Leverkusens darlegt. Gleichzeitig bietet der Plan eine Übersicht konkreter Maßnahmen zur Verringerung und Vermeidung von Folgen durch Extremhitze.

„Mit dem Hitzeaktionsplan gehen wir gut vorbereitet in die nächsten Hitzeperioden“, fasst Alexander Lünenbach, Beigeordneter für Bürger, Umwelt und Soziales, zusammen. „Ziel des Plans ist es, Leverkusen auf die steigenden Temperaturen vorzubereiten und die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vor den gesundheitlichen Folgen von Hitze zu schützen.“

Vulnerable Gruppen benötigen besonderen Schutz

Extreme Hitze über mehrere Tage führt bei vielen Menschen zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens und zu einer verminderten Leistungsfähigkeit: Arbeitsplätze im Freien oder in nicht klimatisierten Räumen können so zur Belastung werden, auch konzentriertes Lernen in der Schule ist so kaum möglich.

„Insbesondere Seniorinnen und Senioren, kleinere Kinder, chronisch kranke Menschen oder Wohnungslose sind von sehr heißen Temperaturen und länger andauernden Hitzewellen besonders betroffen. Hier ist das Risiko deutlich höher, dass Hitze ernste gesundheitliche Folgen haben kann“, warnt Dr. Mirja Stevens, Leiterin des Leverkusener Gesundheitsamtes. Daher werden für diese besonders hitzevulnerablen Gruppen neben allgemeinen Maßnahmen auch spezifische Angebote, z.B. im Bereich Risikokommunikation, erarbeitet.

Für den Hitzeaktionsplan wurden Maßnahmen in vier Kategorien erarbeitet: Risikokommunikation, Bewältigung von Akutereignissen, langfristige Anpassung und Monitoring.

Risikokommunikation

Die Stadt Leverkusen hat bereits in der Vergangenheit unterschiedliche Kanäle genutzt, um für Hitzeschutz zu sensibilisieren. Auf der städtischen Homepage gibt es eine Informationsplattform zum Thema Hitze und Hitzegefahren, dort findet sich auch eine Zusammenstellung Kühler Orte und Refill-Stationen, an denen man Trinkflaschen kostenlos mit Wasser befüllen kann: Hitzeschutz | Stadt Leverkusen Mit der Hitzeknigge-Broschüre gibt es Hitzeschutz-Tipps auch in gedruckter Form. Informiert wird auch zu 

Bewältigung von Akutereignissen

Im Falle einer akuten Hitzewarnung durch den Deutschen Wetterdienst erfolgt eine Weiterleitung, um betroffene Menschen und Einrichtungen zu erreichen. Kommunikationswege können hierbei - je nach Ausprägung der Hitzewarnung - die städtische Homepage, die städtischen Social Media-Kanäle, aber auch die App „Gut versorgt in Leverkusen“ sein, in der Push-Nachrichten ausgespielt werden. Multiplikatoren wie Haus- und Fachärztinnen und -ärzte, Ambulante Pflegedienste und Pflegeheime und andere Akteure spielen hier ebenfalls eine wichtige Rolle. Zudem bietet die Stadt bereits seit mehreren Jahren mit dem „Hitzetelefon“ ein niederschwelliges Angebot für Informationen zum Hitzeschutz an (Tel. (021/406-33 333). 

Maßnahmen zur langfristigen Anpassung

Begrünungsmaßnahmen sind wirksame Maßnahmen gegen eine zunehmende Hitzebelastung im Stadtgebiet. Begrünung führt zu Kühlung der direkten Umgebung durch Verschattung, Verdunstung, vermehrter Wasserspeicherung und geringerer Hitzespeicherung des Oberflächenmaterials im Vergleich zu Materialien wie Asphalt und Schotter. Darüber hinaus hat Begrünung positive Effekte auf die Verbesserung der Luftqualität, die Stärkung der Biodiversität und des Wasserhaushaltes, die Schaffung eines attraktiven Wohn- und Arbeitsumfeldes und den Hochwasserschutz. Eine kurzfristige und wirksame Begrünungsmaßnahme war das städtische Förderprogramm zu Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünung. Mit Hilfe dessen konnten über 2.100 m² auf privaten Flächen im Stadtgebiet begrünt werden. Im Haushaltssicherungskonzept kann das Förderprogramm als freiwillige Leistung leider nicht fortgeführt werden. Eine Wiederaufnahme des Förderprogramms ist, sobald es die Haushaltslage wieder zulässt, wünschenswert und wird daher weiterhin als Ziel im Maßnahmenkatalog des Hitzeaktionsplans aufgeführt. Ein Fokus liegt zudem auf zukünftigen Fördermöglichkeiten von Bund und Land. 

Eine vorausschauende Planung ermöglicht es, die gesundheitliche Beeinträchtigungen der Bevölkerung zu reduzieren. Um die negativen Folgewirkungen von sommerlichen Hitze- und Trockenperioden auf die Wohn- und Lebensqualität der Leverkusener Bevölkerung zu mindern, ist eine Berücksichtigung der Frischluft- und Kaltluftzufuhr aus dem Umland sowie die Bereitstellung thermischer Entlastungsgebiete (Grünflächen) notwendig. Diese Zielsetzung ist bei der städtischen Bauleitplanung bei neuen Flächen als ein wichtiger Aspekt planerisch zu berücksichtigen. Im Strategieprozess „Leverkusen 2040+“ wird das Thema Hitzeschutz natürlich auch mitbetrachtet.

Monitoring

Eine Evaluation des Hitzeaktionsplans ist im Rahmen der jeweiligen Maßnahmen geplant. Der Hitzeaktionsplan ist als fortzuschreibendes Instrument zu verstehen. Er wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Hierfür werden bereits umgesetzte Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft und ggf. angepasst, zudem werden neue hinzukommen.

Der Hitzeaktionsplan geht als Kenntnisnahmevorlage in den kommenden politischen Beratungsturnus und ist unter SessionNet | Hitzeaktionsplan online und später auch auf der Homepage abrufbar.

Straßen sicherer machen: Blitzer-Bilanz 2025

12.01.2026

Ziel der Verkehrsüberwachung ist es, die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit an Gefahrenstellen zu reduzieren und hierdurch das Risiko schwerer Verkehrsunfälle zu vermindern. Wer auf Straßen und Wegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss vor solchen Gefahren besonders geschützt werden. Dies gilt vor allem mit Blick auf schwächere Verkehrsteilnehmende, wie Kinder und ältere Menschen. 

Wie notwendig die Maßnahmen zur Geschwindigkeitskontrolle sind, zeigt die jährliche Statistik des Fachbereichs Ordnung und Straßenverkehr. Denn auch 2025 wurden wieder extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen im Stadtgebiet Leverkusen festgestellt. Besonders negativ fielen auf:

  • Ein Pkw, der mit 167 km/h auf der Fixheider Straße bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 70 km/h unterwegs war. Die Fahrerin/den Fahrer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von mindestens 700 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot für drei Monate.
  • Ein Pkw, der mit 131 km/h auf der Odenthaler Straße bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 50 km/h unterwegs war. Die Fahrerin/den Fahrer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von mindestens 700 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot für drei Monate.
  • Ein Pkw, der mit 118 km/h auf dem Willy-Brandt-Ring bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 50 km/h unterwegs war. Die Fahrerin/den Fahrer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von mindestens 700 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot für drei Monate.
  • Ein Pkw, der mit 94 km/h auf der Rheinallee bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 30 km/h unterwegs war. Die Fahrerin/den Fahrer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von mindestens 600 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot für zwei Monate.
  • Ein Pkw, der mit 109 km/h auf der Rathenaustraße bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 50 km/h unterwegs war. Die Fahrerin/den Fahrer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von mindestens 560 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot für zwei Monate.

Kontrollen: Besondere Gefährdungsstellen im Mittelpunkt

Mit fünf semistationären Anhängern und zwei Radarwagen wird stadtweit an besonderen Gefährdungsstellen - wie Altenheimen, Kindergärten und Schulen – geblitzt. Im Fokus stehen aber auch Örtlichkeiten, die von Bürgerinnen und Bürgern gemeldet werden und an welchen mittels eines Geschwindigkeitsprofils deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt wurden.

Insgesamt stellte die städtische Verkehrsüberwachung im vergangenen Jahr rund 85.000 Verstöße fest, etwa 1.000 weniger als 2024. 

Die Stadt Leverkusen appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmenden, auch im neuen Jahr zu einem sicheren und kooperativen Miteinander im Straßenverkehr beizutragen. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsregeln sowie die gegenseitige Rücksichtnahme gehören als Grundvoraussetzung dazu.

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