Kommunale Wärmeplanung: Abschlussbericht vorgelegt
Schrittweise bis zum Jahr 2045 eine Strategie zur treibhausgasneutralen Wärmeversorgung zu entwickeln – das ist das Ziel der Kommunalen Wärmeplanung der Stadt Leverkusen. Nachdem der Zwischenbericht offengelegt und die 12 Eingaben eingearbeitet wurden, geht der Abschlussbericht nun in den politischen Beratungsturnus. Am 18. Mai wird die Vorlage dem Rat der Stadt Leverkusen zum Beschluss vorgelegt.
Stimmt der Rat der Beschlussvorlage zu, wird die Verwaltung u. a. beauftragt, die im Abschlussbericht aufgeführten Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der Energieversorgung Leverkusen (EVL) und weiteren relevanten Akteuren umzusetzen sowie die Fortschritte zu evaluieren. Zudem erfolgt gemäß Wärmeplanungsgesetz die Fortschreibung des Kommunalen Wärmeplans spätestens alle fünf Jahre.
Analyse zeigt Einspar- und Nutzungspotentiale
Seit dem 1. Januar 2024 sind alle Kommunen gesetzlich zur Aufstellung einer Wärmeplanung verpflichtet, damit zukünftig nur noch auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme gesetzt wird. Der rund 250 Seiten starke Abschlussbericht zeigt auf, wo in der Stadt Leverkusen die Einspar- und Nutzungspotentiale liegen: Durch Sanierungen kann der Gesamtwärmebedarf um bis zu 380 Gigawattstunden (GWh/a) reduziert werden. In Schlebusch, Opladen und Quettingen ist das Einsparpotenzial besonders hoch. In Leverkusen steht zudem ein theoretisches Potenzial an ungenutzter unvermeidbarer Abwärme von 952 GWh/a zur Verfügung.
Auf Basis der Analysen und einer Szenariosimulation wurden drei konkrete Fokusgebiete – „Wiesdorf“, „Manfort“ und „Schlebusch-West“ – zur kurz- bis mittelfristigen Priorisierung potenzieller Wärmenetzneubaugebiete sowie zur Erweiterung und Verdichtung bestehender Wärmenetze festgelegt. Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) plant für ausgewählte Gebiete im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze Machbarkeitsstudien eine vertiefte Netzplanung zu erstellen. Zunächst erfolgt jedoch eine Bewertung, ob eine Umsetzung tatsächlich sinnvoll und wirtschaftlich darstellbar ist.
Machbarkeitsstudie für Opladen
Außerdem wurde „Opladen“ als Prüfgebiet definiert. Das Gebiet in Opladen weist aufgrund seiner dichten Bebauungsstruktur auffällig hohe Wärmeliniendichten auf. Damit ist grundsätzlich ein strukturelles Potenzial für eine effiziente Wärmenetzversorgung gegeben. Gleichzeitig führen die örtlichen Rahmenbedingungen zu erheblichen technischen, genehmigungsrechtlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die eine Umsetzung deutlich erschweren. Aus diesem Grund ist eine Machbarkeitsstudie erforderlich, die sowohl die technische Machbarkeit als auch Wirtschaftlichkeit und städtebauliche Rahmenbedingungen berücksichtigt.
Nimmt der Stadtrat die Beschlussvorlage an, wird die Stadtverwaltung beauftragt, die Vergabe einer Machbarkeitsstudie für das Prüfgebiet „Opladen“ unter Einbeziehung von Fördermitteln umzusetzen. Auch der Antrag auf Mitgliedschaft in der Sanierungsinitiative „ALTBAUNEU“ ist Teil der Beschlussvorlage: Wie der Abschlussbericht zeigt, birgt der Bereich Altbau besonders hohes Energieeinsparpotenzial.
Die Sanierungsinitiative „ALTBAUNEU“ bietet Kommunen öffentlichkeitswirksame Aktionen, Informationen, ein Modernisierungscheck für die energetische Sanierung und Leihmaterialien zur energetischen Gebäudemodernisierung, die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei zur Verfügung gestellt werden können. Für die Umsetzung der Wärmewende in Leverkusen ist die Mitgliedschaft der Stadt Leverkusen in der Initiative “ALTBAUNEU“ ein wichtiger Baustein.
Zum Hintergrund:
Die Kommunale Wärmeplanung verpflichtet nicht zum Einbau einer bestimmten Heizungslösung oder gibt konkrete Maßnahmen vor. Sie dient als Orientierung und Fahrplan für die kommenden Jahre. Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien haben weiterhin die freie Wahl beim Einbau einer neuen Heizung.
Der Abschlussbericht ist im Ratsinformationssystem einsehbar. Weitere Infos und Bericht auch unter Kommunale Wärmeplanung | Stadt Leverkusen.
Stadt legt Schulwegsicherungskonzept vor
Mehr Kinder sollen ihren Schulweg eigenständig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Das fördert sowohl die Selbstständigkeit als auch die Gesundheit der Kinder und schont zugleich die Umwelt. Im Alltag geraten Kinder jedoch häufig in unübersichtliche Situationen. Dazu tragen leider auch Elterntaxis bei.
Mit dem Schulwegsicherungskonzept möchte der Fachbereich Mobilität und Klimaschutz den Schulweg zu Fuß oder per Rad attraktiver und sicherer machen. Das Schulwegsicherungskonzept geht nun in den politischen Beratungsturnus. Am 18. Mai wird die Vorlage dem Rat der Stadt Leverkusen zum Beschluss vorgelegt.
Umfrage als Basis
Anfang 2024 entwickelte der Fachbereich Mobilität und Klimaschutz eine Umfrage für 24 Leverkusener Grund- und 16 weiterführende Schulen inklusive Förderschulen. Die Umfrage diente der Bestandaufnahme: Zum einen wurden die Verkehre zur Schule abgefragt, zum anderen die Beweggründe für das Elterntaxi. Darüber hinaus sollte herausgefunden werden, wie die Verkehrsmittelwahl verändert werden kann. Im Juni/Juli 2024 konnten Eltern und Schülerschaft dann an der Online-Umfrage teilnehmen. „Die hohe Beteiligung von 2.115 Eltern und Schülerinnen und Schülern sowie weitere Zuschriften zeigen: Alle wollen sichere Schulwege“, fasst Christiane Jäger, Leiterin des Fachbereichs Mobilität und Klimaschutz, zusammen.
Die ermittelten Ergebnisse wurden umfassend ausgewertet, für jede Schule wurde ein individuelles Datenblatt erstellt. Zudem wurden die Ergebnisse den Schulen übermittelt und Ortsbegehungen bzw. Diskussionen der Ergebnisse – auch mit den Eltern – angeboten: All dies fasst das Konzept zur Schulwegsicherung für alle Schülerinnen und Schüler der Stadt Leverkusen zusammen. Es enthält rund 80 teils umfangreiche Maßnahmen.
Einige Maßnahmen wie das Einrichten von Halteverbotszonen sind bereits umgesetzt. Zu den umfangreicheren Maßnahmen gehört die Prüfung und Einrichtung von Querungshilfen sowie die Markierung, Beschilderung und Beleuchtung von Zebrastreifen oder das Absenken von Bordsteinen.
Enge Einbindung der Bezirksvertretungen
Wie bereits bei der Verwaltungsvorlage zur Parkraumbewirtschaftung im Jahr 2024, wurden Anfang März Abstimmungstermine mit dem Bildungsausschuss sowie den Bezirksvertretungen für die Stadtbezirke I-III vereinbart, in denen die Datenblätter zu den einzelnen Schulstandorten je Bezirk vorbesprochen wurden, um einzelne Wünsche und Anregungen der politischen (Bezirks-) Vertreter noch vor Veröffentlichung mit in das Konzept aufnehmen zu können.
Welche Maßnahmen im jeweiligen Schulumfeld sinnvoll und machbar sind, wird individuell entschieden, in enger Zusammenarbeit mit den Schulen, Eltern, der Polizei sowie dem Fachbereich Schulen, dem Fachbereich Ordnung und Straßenverkehr sowie dem Fachbereich Tiefbau. Die Maßnahmen werden im Rahmen der personellen und finanziellen Kapazitäten unter Berücksichtigung von Förderkulissen umgesetzt. Einzelmaßnahmen werden aus Mitteln der laufenden Verwaltung finanziert.
Zudem werden in Abstimmung mit der Polizei Kontrollen und Aufklärungsarbeit intensiviert und Aktionen zur Toter Winkel-Sensibilisierung weitergeführt. Beim jährlichen Stadtradeln wird ein besonderer Fokus auf das Schulradeln gelegt.
Das Schulwegsicherungskonzept ist im Ratsinformationssystem abrufbar.
Leverkusener Nachhaltigkeitsmanagement gut aufgestellt
Seit 2021 ist Leverkusen Global Nachhaltige Kommune NRW (GNK). Im vergangenen Jahr wurde nun der Umsetzungs- und Entwicklungsstand der Leverkusener Nachhaltigkeitsstrategie ermittelt. Das Ergebnis liegt nun in Form des Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune (BNK) vor.
Bezugspunkt Agenda 2030
Die Leverkusener Nachhaltigkeitsstrategie GNK als auch der aktuelle Bericht BNK sind elementare Bestandteile des Projekts „Prozesskette Nachhaltigkeit NRW“. Deren Grundlage bilden die 17 Global Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen, deren Bezugspunkt die Agenda 2030 mit dem Ziel einer weltweit nachhaltigen Transformation ist. Die strategische und fachliche Begleitung lag, wie schon 2021, bei der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW). Die Finanzierung des Gesamtprozesses erfolgt aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) NRW.
Für Leverkusen dient der im BNK vorliegende Stand im Jahr 2025 zukünftig als zentrales Instrument und Basis für Analysen und die Fortschreibung des kommunalen Nachhaltigkeitsprozesses.
Positive Entwicklung
Der BNK der Stadt Leverkusen zeigt eine in vielen Bereichen positive Entwicklung. So hat sich „Leverkusen 2040+“ als zentrales Beteiligungsformat im Rahmen der Stadtentwicklung etablieren können. Nachhaltige Standortentwicklung wird erfolgreich durch gemeinsame Formate von Verwaltung und der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) gefördert. Die Verstetigung und die Stärkung von Bildung Nachhaltige Entwicklung (BNE) und BNE-Netzwerk ist durch die vom Rat 2021 beschlossene Einrichtung einer Stelle BNE-Koordination gelungen. (Siehe hierzu auch den aktuell veröffentlichten BNE-Bericht.) Mit dem interdisziplinären Arbeits- und Austauschformat Forum ZAK („ZukunftsAufgabe Klimaresilientes Leverkusen“) wurde 2022 ein zentrales Format für den Leverkusener Nachhaltigkeitsprozess gegründet. Zudem haben städtische Unternehmen eigene Nachhaltigkeitsstrategien erstellt oder sind in der Erarbeitung von Leitlinien zur nachhaltigen Entwicklung.
Flexible Arbeitsplatzmodelle, Desksharing und die zunehmende Digitalisierung von Verwaltungsangeboten und -abläufen zahlen auf das strategische Ziel „Nachhaltige Verwaltung“ ein, um an dieser Stelle nur einige Umsetzungserfolge der Nachhaltigkeitsentwicklung zu nennen. Dabei ist hervorzuheben, dass es gerade ein überdurchschnittlicher Teil pflichtiger Leistungen ist, die den im BNK zusammengetragenen Nachhaltigkeitskatalog ausmachen. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur Wärmewende, Klimaanpassung, Bildungsgerechtigkeit, Mobilität, Gesundheit und Soziales.
Stärkere Vernetzung und Synergien
Vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch die Haushaltskrise der Stadt Leverkusen ist die Umsetzung der Leverkusener Nachhaltigkeitsstrategie neu zu betrachten und auszurichten.
Mit der Zielsetzung, die Umsetzung der Agenda 2030 auf kommunaler Ebene mitzugestalten, ist eine noch stärkere Vernetzung von Verwaltung und städtischen Gesellschaften mit Wirtschaft, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, etc. erforderlich. So könnten in der Fortschreibung der Leverkusener Nachhaltigkeitsstrategie Schnittmengen in den Prozessen der Nachhaltigkeitsmanagements einzelner Netzwerkpartner definiert und der Gesamtstrategie zugeordnet werden. Mit Blick auf die Klimabilanz könnten so beispielsweise nichtkommunale Maßnahmen im Bereich des nachhaltigen Bauens oder der Mobilität auf die gesamtstädtische Klimabilanz einzahlen. Ebenso sind weitere Bereiche der nachhaltigen Entwicklung zu betrachten und zu bewerten.
Der Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune (BNK) geht jetzt als Kenntnisnahmevorlage in den politischen Turnus und ist online abrufbar.
KIEZ Betreuung: Standort Steinbüchel wird verlegt
Um in besonderen Notfällen oder Krisenlagen – wie etwa einem längerdauernden großflächigen Stromausfall – für Bürgerinnen und Bürger erreichbar zu sein, hat die Stadt Leverkusen sogenannte Krisen-, Informations- und Ersthilfe-Zentren (KIEZ) eingerichtet, die bei Bedarf kurzfristig aktiviert werden können.
In den „KIEZ Notruf“-Standorten sind Mitarbeitende von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Stadtverwaltung anwesend. Dort können auch Notrufe abgesetzt werden.
Die Standorte von „KIEZ Betreuung“ dienen als Anlaufstellen für Menschen, die ihre Wohnung verlassen müssen oder auf besondere Hilfe angewiesen sind. Sie werden vorrangig in Schulen eingerichtet und bieten einen sicheren Platz zum Ausruhen, außerdem gibt es kleinere Versorgungsleistungen und aktuelle Informationen zur Lage.
Bei Krisenfällen werden die KIEZ in einzelnen Stadtteilen oder im gesamten Stadtgebiet in Betrieb genommen. Die Stadt informiert auf ihrer Internetseite über die bestehenden Standorte, die auf einer interaktiven Karten verzeichnet sind: Krisen-, Informations-, Ersthilfe-Zentren (KIEZ) | Stadt Leverkusen
Steinbüchel: KIEZ Betreuung bis auf Weiteres an der Gesamtschule Schlebusch
Aufgrund der baulichen Schäden an einem Gebäudetrakt der Astrid-Lindgren Schule (Brandenburger Str. 26) kann diese bis auf weiteres nicht mehr als Standort für den Bereich Steinbüchel genutzt werden. Der Standort wird daher an die Gesamtschule Schlebusch (Ophovener Str. 4) verlagert. Dort befindet sich bereits das KIEZ Betreuung für den Bereich Schlebusch.
Schwerpunktkontrolle im Taxi- und Mietwagengewerbe
Am Freitag, 27.03.2026, wurde in Leverkusen eine behördenübergreifende Schwerpunktkontrolle im Taxi- und Mietwagengewerbe durchgeführt.
Hierzu wurden entsprechende Fahrzeuge angehalten und an zwei Kontrollstellen im Stadtgebiet überprüft. An der großangelegten Kontrollaktion waren neben Mitarbeitenden des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) die Polizei und das Hauptzollamt Köln beteiligt.
„Im Zuge der politischen Diskussion wurden vermehrte Kontrollen insbesondere hinsichtlich der Einhaltung der gesetzlichen Rückkehrpflicht für Mietwagen gefordert“, erläutert Marcus Richter, Leiter des KOD. „Mit behördenübergreifenden Kontrollen können wir hier gezielt tätig werden.“
An den eingerichteten Kontrollstellen wurden durch die Mitarbeitenden des KOD Überprüfungen nach dem Personenbeförderungsgesetz sowie die Einhaltung der städtischen Verordnung für Beförderungsbedingungen im Taxigewerbe durchgeführt. Hierbei wurden u.a. die ordnungsgemäße Betriebsanmeldung, die Genehmigungen zum Taxi- und Mietwagenbetrieb, die Fahrzeuge selbst (hinsichtlich Verkehrssicherheit bzw. TÜV-Plakette) sowie die Einhaltung weiterer gesetzlicher Bestimmungen kontrolliert. Angelegenheiten des Zolls wurden in eigener Zuständigkeit ebenfalls kontrolliert und aufgenommen. Ein Fahrer wurde ohne die erforderliche Arbeitserlaubnis angetroffen, noch vor Ort wurde gegen ihn und seinen Arbeitgeber ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei drei weiteren Fahrern ergaben sich Hinweise auf die Unterschreitung des gesetzlichen Mindestlohns.
Die festgestellten Sachverhalte werden überwiegend im Nachgang ausgewertet, so dass keine weiteren Angaben zur Einleitung von Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahren gemacht werden können. Bei den Kontrollen wurden allerdings verschiedene Verfahren wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Personenbeförderungsgesetz eingeleitet. Insgesamt wurden durch die rund 25 Einsatzkräfte 20 Mietwagen und 2 Taxis kontrolliert.
Neuer Bericht zum Immobilienmarkt
Stabile Wohnungspreise, steigende Eigenheimpreise und höhere Verkaufszahlen in Leverkusen: Das sind die zentralen Ergebnisse des neuen Grundstücksmarktberichts 2026.
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leverkusen erstellt diesen Bericht jährlich. Das aktuelle Werk bezieht sich auf Daten des Jahres 2025. Demnach ist die Anzahl der Immobilienverkäufe im vergangenen Jahr um 9 Prozent gestiegen. Mit rund 1.200 Verkäufen insgesamt erholt sich der Immobilienmarkt wieder und erreicht das Niveau des Jahres 2021.
Die Auswertung der Verkäufe im Stadtgebiet ergibt, dass die Wohnungspreise nahezu stabil geblieben sind (rund +3 Prozent). Die Preise für Eigenheime sind jedoch im Durchschnitt um 8 Prozent gestiegen. Diese beiden Marktsegmente – Eigentums-Wohnungen und Eigenheime - machten drei von vier Käufen aus.
Der Gutachterausschuss veröffentlicht jährlich den Grundstücksmarktbericht als Übersicht über den lokalen Immobilienmarkt. Dieser kann kostenfrei online unter www.boris.nrw.de (unter "Grundstücksmarktberichte" Gemeinde "Leverkusen") heruntergeladen werden.
Alle Kaufverträge des zurückliegenden Jahres werden für die Übersicht ausgewertet. So können die tatsächlichen Marktbewegungen (nicht Angebotspreise, sondern reale Abschlüsse) beobachtet und mit der Öffentlichkeit geteilt werden.
Anstieg der Verkaufszahlen bei Bauplätzen
Ein wesentlicher Bestandteil des Marktgeschehens sind die Bodenrichtwerte, die für das gesamte Stadtgebiet Leverkusen ermittelt werden. Im vergangenen Jahr sind die Bodenwerte überwiegend gleichgeblieben. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der verkauften Bauplätze merklich gestiegen.
"Unsere Auswertungen sollen den Bürgern beim Immobilienerwerb oder Verkauf zur Orientierung dienen, um einen möglichst guten beziehungsweise fairen Preis zu erzielen", sagt Timm Dolenga, Vorsitzender des Gutachterausschusses.
"Hierzu sind wir jedoch auf die Mithilfe der Immobilienerwerber angewiesen. Diese werden mittels eines Fragebogens gebeten, weitere Informationen zu den gekauften Immobilien, die nicht aus dem Kaufvertrag ersichtlich sind, mit uns zu teilen. So sollen die Daten genauer und vergleichbarer werden. Die gesammelten Daten werden zusammengefasst und anonymisiert in den Bodenrichtwerten, dem Grundstücksmarktbericht und den Immobilienrichtwerten veröffentlicht."
Weitere detaillierte Angaben können dem Grundstücksmarktbericht entnommen werden.
Unter der Adresse www.boris.nrw.de haben alle Nutzenden kostenfrei Zugriff auf die Bodenrichtwerte und die Grundstücksmarktberichte für ganz Nordrhein-Westfalen und damit auch für die Stadt Leverkusen.
Der Gutachterausschuss für die Stadt Leverkusen mit seinen Produkten ist außerdem online erreichbar unter: www.gars.nrw/leverkusen
Der Bezug der Produkte vor Ort in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses ist mit Kosten von jeweils 54 EUR verbunden.
Link zur Geschäftsstelle


